Neubau des Begegnungszentrums mit Kita und Inklusionsbetrieb

Neubau des Begegnungszentrums mit Kita und Inklusionsbetrieb


# Aktuelles aus dem Begegnungszentrum
Veröffentlicht am Dienstag, 18. Juni 2019, 14:13 Uhr

Da wir mit dem Begegnungszentrum Zuversicht für Fördermittel des Stadtumbau vorgesehen sind, verfolgen wir derzeit große Pläne. Wir wollen ein völlig neues Gebäudeensemble auf dem Grundstück errichten, das eine bedarfsgerechte Nutzung für alle Menschen in unserem Gemeindegebiet ermöglicht.

Was hat uns zu diesem Vorhaben bewogen?  

Menschen, die in den Gebäuden ein- und ausgehen, haben längst Erfahrungen sammeln können, welche Engpässe es gibt: Zunächst sind die Räume nicht behindertengerecht angelegt! Darin ändern auch die nachträglich angebrachte Metallrampe und die rollstuhlgerechte Toilette am und im Begegnungszentrum nichts. Menschen im Rollstuhl können aus eigener Kraft kaum zu den Veranstaltungen gelangen, andere Beeinträchtigungen wie z.B. Sehbehinderungen wurden gar nicht bedacht. Da aber ein großer Anteil der Menschen in den umliegenden Siedlungen Louise-Schröder und Rudolf-Wisell 65 Jahre und älter sind, ist das eine erhebliche Nutzungseinschränkung! Außerdem sprengen gerade Veranstaltungen für Menschen dieser Generation regelmäßig das Fassungsvermögen der Räumlichkeiten. Ein Ausweichen in die wiederum nur noch an Weihnachten und zu den Konfirmationen volle Kirche geht kaum. Dunkel und kalt ist die Kirche, die Bänke fest am Boden montiert. Steht man in der Kirche, fällt gleich weiterer wesentlicher großer Nachteil auf: Das Gebäude ist nicht sinnvoll energetisch zu sanieren. Die große Glasfassade ist kaum zu dämmen. Unter Berücksichtigung der so wichtigen und dringenden Aspekte des Klimaschutzes sollten wir die Ölheizung so schnell wie möglich ersetzen und eine sinnvoll angelegte und gedämmte Gebäudestruktur umsetzen! Kirche und Gemeindehaus stehen seit über fünfzig Jahren und wurden für die Notwendigkeiten ihrer Zeit konzipiert. Der Anteil der evangelischen Christen im Stadtgebiet wuchs damals stetig und durch den Mauerbau konnte die Dorfkirche nicht mehr erreicht werden. Pfarrer*innen und Hausmeister*innen brauchten Dienstwohnungen. Mindestens zwei Pfarrer*innen waren in den neu errichteten Dienstwohnungen unterzubringen.


Heute haben wir andere Aufgaben. Die wichtigsten einmal aufgezählt:

  • Die Anzahl der Familien, die dringend einen Kita-Platz benötigen, ist höher als die Anzahl der zur Verfügung stehenden Plätze.
  • Soziale Probleme in den Familien nehmen zu.
  • Immer mehr Menschen sind alleinerziehend.
  •  Ältere Menschen vereinsamen in ihren Wohnungen.
  • Es gibt noch immer viele Menschen, die auf Grund einer Einschränkung keinen guten Arbeitsplatz finden können.
  • Dringend nötig ist Beratung und Unterstützung bei der Integration der geflüchteten Menschen, die im Refugio Birkenhof leben.

Wir freuen uns sehr, dass wir vom Bezirk Spandau die notwendige Förderung eines Architektenwettbewerbes erhalten haben. So müssen wir nicht nur von einem       Gebäudeensemble mit Begegnungszentrum, Familienzentrum, Inklusionsbetrieb Kita- und Schulcatering, Kita und Andachtsraum träumen. Wir konnten Ende Mai einen Architektenwettbewerb beginnen, an dem sich zwanzig Planungsbüros beteiligen.  

In Kooperation mit dem Bezirksamt Spandau, dem Senat Berlin, dem Gemeinwesenverein Heerstraße Nord e.V. und dem Kirchenkreis Spandau haben wir ein Raumprogramm erarbeitet und Auslobungstexte formuliert. Nun hoffen wir auf ein tolles Ergebnis und natürlich die weitergehende Förderung durch den Stadtumbau.  

Am 24.08.2019 werden wir Ihnen im Rahmen des Stadtteilfestes Brunsbütteler Damm vor der Ladenzeile den Siegerentwurf des Architektenwettbewerbes mit Hilfe eines Modells vorstellen. Seien Sie gespannt!