Finanzen

Wofür verwendet die Gemeinde zu Staaken ihr Geld?

 

„Rekordeinnahmen aus Kirchensteuern – trotz sinkender Mitgliederzahlen“ -

So titelten im vergangenen Jahr viele Zeitungen. Warum mussten wir dann im Gemeindebrief April/Mai um Spendengelder für eine Ausbildung werben? Was passiert mit den Kirchensteuern, Kollekten oder den Einnahmen aus Kirchgeld? Diese Fragen sind berechtigt. Wir erhalten auch in diesem Jahr wieder gute Einnahmen aus der Kirchensteuer. Für unsere Gemeinde werden es 2018 schätzungsweise 529.861 € für Personalkosten, 59.574 € für Bauunterhaltung und 68.850 € zur Deckung der Sachausgaben sein.[1]

 

Trotzdem können wir die Ausbildungsplätze nicht aus den Kirchensteuern zahlen. Das liegt am Soll-Stellenplan 2016 – 2020, der für die Gemeinde folgende Stellen vorsieht:

 

2,75    Pfarrstellen,

1          Kirchenmusiker*in,

2,5      Sozial-pädagogische Mitarbeiter*innen,

0,75    Geschäftsführung,

0,85    Gemeindesekretär*innen,

0,75    Projektkoordinatorin Café Pi8,

1,35    Hausmeister

Eine geringfügige Stelle für Reinigungsarbeiten

 

Wenn wir über den Soll-Stellenplan hinaus Menschen in unserer Gemeinde beschäftigen, müssen wir dafür zusätzliche Gelder aufbringen. Neben Fördermitteln sind Spendeneinnahmen  eine Möglichkeit, Menschen bei uns auszubilden oder befristet anzustellen.

 

Die Kirchensteuern werden für die Bauunterhaltung unserer drei großen Gemeindezentren und die denkmalsgeschützte Dorfkirche benötigt. Unsere Mieteinnahmen werden ebenfalls für die Bewirtschaftung unseres Gebäudebestandes benötigt. So sind beispielsweise noch Kredite für die Erweiterung unserer Kita „Regenbogen“ und die Sanierung des Ärztehauses in der Obstallee aus den Mieten aufzubringen. Die Gebäude im Pillnitzer Weg und am Brunsbütteler Damm werden kostenintensiv über eine Ölheizung (die Zuversichtskirche) bzw. Nachtspeicheröfen (Pillnitzer Weg 8) beheizt. Eine Innenraumsanierung für die Dorfkirche steht auch wieder an…

Wir sind daher froh, dass über Fördermittel aus dem Programm „Stadtumbau West“ eine Neukonzeption des Standortes „Zuversicht“ und die Sanierung des Gemeinwesenzentrums an der Obstallee möglich werden könnten. An beiden Standorten arbeiten wir als Gemeinde vernetzt mit einem Stadtteilzentrum und nutzen unsere Räume gemeinsam mit Anderen.

 

Mit den Kirchensteuern für die Sachausgaben finanzieren wir unsere Verwaltung, unser Gemeindeauto, Honorare für Vertretungen in der Kirchenmusik, unsere Öffentlichkeitsarbeit und vieles mehr.

 

Glücklicherweise erhält die Gemeinde seit einigen Jahren zusätzlich Einnahmen aus den Erbbaupachten des Wohngebietes „Am Sonnenhügel“ an der Heerstraße. 2018 werden es unter dem Strich 84.859 € sein. Damit finanzieren wir wie weiter oben beschrieben zusätzliche Stellen außerhalb des Soll-Stellenplanes:

 

  • in der Arbeit  mit Senior*innen,
  • eine Reinigungskraft
  • eine zeitlich befristete Stelle in unsererVerwaltung für die Projekte rund um den „Stadtumbau West“. (Mit dieser befristeten Anstellung geben wir gleichzeitig unserem ehemaligen AZUBI für Büromanagement eine Chance auf Berufserfahrung.)

 

Unser Kirchgeld kommt ausschließlich unserer Gemeindearbeit zu Gute. So können Kinder- und Jugendreisen, unsere Seniorenreise, unsere Feste und Veranstaltungen, unsere Konzerte und vieles mehr Jahr für Jahr bunt und für alle Menschen aus unserer Region erschwinglich stattfinden.

 

Ihre zweckbestimmten Spenden werden ausschließlich für den angegebenen Spendenzweck in ihrer Gemeinde verwendet.

 

Heike Holz

 

[1] Wieviel und wofür wir das Geld erhalten, regelt die Finanzgesetzgebung der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg schlesische Oberlausitz (s. im Internet unter folgendem link:  https://www.kirchenrecht-ekbo.de/document/96)